In dieser Lektion beschäftigen wir uns mit der Frage, wie man sich lesetechnisch am Ende eines Verses verhält, bevor man zum nächsten Vers übergeht. Durch diese Lektion soll diese Angelegenheit durchleuchtet werden, damit noch ein weiteres Mosaiksteinchen für das korrekte Lesen des Qurâns vervollständigt wird.

Allgemein gibt es 2 Lesarten in diesem Zusammenhang:

1.) Jeder Vers einer Sura kann einzeln voneinander getrennt und "abgeschlossen" gelesen werden. Dabei wird das Vokalzeichen, das auf dem letzten Buchstaben am Ende eines Verses zu sehen ist, nicht ausgesprochen.
2.) Verse können miteinander verbunden gelesen werden. Hier werden die Vokalzeichen des Buchstabens am Ende eines jeden, betroffenen Verses ausgesprochen.

Beispiel Vers 1-3 der Sûra Al-Fâtiha

Nun betrachten wir die ersten 3 Verse der Sûra Al-Fâtiha und nehmen uns beide Lesarten vor, um den Unterschied zu sehen.

 

Erste Lesart: Lesen ohne Verbindung der Verse

al-fatiha v1

Aussprache:

 

 

al-fatiha v1

Aussprache:

 

 

al-fatiha v1

Aussprache:

 

 

Zweite Lesart: Verbindung der Verse

Nun lesen wir die 3 Verse in einem Atemzug. Dabei verbinden wir das Ende des einen Verses mit dem Ende des darauffolgenden Verses. Dabei möchte ich deine Aufmerksamkeit auf die farbig markierten Vokalzeichen lenken, denn diese müssen nun mit ausgesprochen werden, damit ein flüssiges Lesen möglich wird.

al-fatiha v1-3

 

Aussprache:

Erklärung:
Bei dieser Lesart verbindet man die Verse, indem man am Ende eines Verses keine Pause macht, also die Vokalzeichen auf dem letzten Buchstaben mit ausspricht. Es ist jedoch keine Pflicht, dass jeder Vers miteinander verbunden werden muss. So kann man auch beispielsweise Vers 1 nach der ersten Lesart rezitieren, Vers 2 und 3 jedoch verbinden, im vierten dann eine Pause machen, um Luft zu holen. Anschließend kann man dann das Lesen fortführen.

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